Die Kombikupplung (siehe Figuren) ist eine Austauschkupplung und wird in den Vierkant der Pufferbohle eingeschoben und kann dort ohne Kinematik starr befestigt werden. Auch eine am Wagenboden angebrachte Vierkanthülse 13 könnte die Kupplung aufnehmen.



Einschränkend sei noch gesagt, daß die Austauschkupplung unsymmetrisch ist und nur Zugkräfte überträgt. Schubkräfte bleiben den Puffern überlassen, und sie ist damit also nur auf solchen Radien verwendbar, wo die Puffer noch nicht im Bogen verhaken.



Jetzt zu den Fig. 2 u .4. Der
Kupplungshaken 6 ist von der
Schraubenkupplung bekannt
und kann leicht gemäß der






Spur-0-Lokomotive 5/2002







Fig. 2 und 4 modifiziert werden. Beim Einbau sollte die äußerste Vorderkante des Hakens 6 in der Ebene der Pufferteller liegen.



Die übrigen Figuren, zeigen einen aus Eisendraht gebogenen Kupplungsbügel 1 (Breite 9 mm), der ebenfalls an einem normalen Kupplungshaken angebracht ist. Die spezielle Formgebung des Bügels 1 mit der leicht hochgebogenen Vorderkante ermöglicht beim
Schieben im eingekuppelten
Zustand,
daß der gegenüberstehende Haken 6 auch bei Kurvenfahrt im Bügel 1 festgehalten wird.

Beim Zusammenschieben zweier Wagen gleitet der  Kupplungsbügel 1 über den gegenüberliegenden Kupplungshaken 6. Erstaunlich ist dabei, daß die vordere Rundung des Kupplungshakens 6 ausreicht, den Bügel 1 über den Haken 6 zu führen. Nur bei sehr unebener Gleislage sollte man die Rundung mit feiner Feile
ganz leicht anschrägen.


Fig. 6 zeigt den Entkupplungsvorgang beim langsamen Schieben über den zwischen den Schienen befindlichen Magneten 11. Beim Anheben des Bügels 1 ist abzustoppen und ein Fahrtrichtungswechsel durchzuführen. Hierbei ist besonders zu vermerken, daß die Bewegungsrichtung der Schiebefahrt von rechts oder von links über den Magneten unerheblich ist.



Die Maße der Kupplung lassen sich durchaus empirisch nach Kurvenradius und Wagenüberstand festlegen. Die von mir verwendete Drehachse 4 hat einen Durchmesser von 1,0 m, die Öse 2 einen Innendurchmesser von 1,5 mm. Diese verhältnismäßig lockere Passung gibt für die ansonsten starr angebrachte Kupplung ausreichende Bewegungsfreiheit in der Kurve. Das Rangiervergnügen mit einer modellähnlichen automatischen Kupplung als Ergänzung zum Fahrspaß auf großem Rundkurs erscheint mir besonders beeindruckend. Waggons zustellen, an die Ladestraße fahren, Lokwechsel, alles was man sich wünscht, findet so im Bahnhof ohne manuellen Eingriff statt.

Klaus Zopf